Parvati-Yoga

Was ist Yoga ?
„Gesundheit
ist Reichtum. Geistiger Frieden ist Glück.Yoga
zeigt dir den Weg."
(Swami Vishnu-Devananda)
Swami
Vishnu-Devandanda war in den 60er Jahren einer der
Pioniere und wichtigsten Wegbereiter des Yoga im Westen. Wie er in
seinem Zitat
so schön ausdrückt, kann man durch Yoga
körperliche und geistige Gesundheit und
geistigen Frieden erhalten bzw. erlangen.
Yoga
stammt aus Indien und
ist
dort wahrscheinlich schon vor Christi Geburt bekannt gewesen. Es hat
seine
Wurzeln in der altindischen Philosophie bzw. Heilkunde. Die
ältesten Spuren führen bis ins 3. Jahrtausend v.Chr.
zurück.
Dass
Wort
Yoga bedeutet: vereinen, zusammenbringen,
zusammenfügen. Es stammt aus dem alt-indischen
Sanskrit (ca. 3000 Jahre
alte Indische Gelehrtensprache). Wörtlich
übersetzt bedeutet es Joch.
Mit Yoga war ursprünglich das
Anschirren oder Anjochen von Zugtieren vor einen Wagen gemeint. Als die
Inder
dann systematisch begannen, die menschliche Natur zu
ergründen, erkannten sie,
dass die menschlichen Sinne und Triebe - gleich wilden Tieren
– an den Wagen
des Geistes angejocht werden müssen, um die Vervollkommnung
des Menschen zu
ermöglichen. Yoga ist demnach ein System von
körperlichen und geistigen
Übungen, welche Körper, Geist und Seele vereinen
sollen.
Yoga
ist
keine Religion, aber deutlich mehr als nur Gymnastik. Was
auf den ersten Blick wie eine Ansammlung
exotischer Verrenkungen aussieht, sind alt-überlieferte
Techniken und Methoden,
die uns auf dem Weg zu uns selbst helfen sollen. Die
Körperhaltungen /Asanas
dienen der Dehnung von Muskeln, Bändern und Sehnen, der
Kräftigung des ganzen
Körpers, der Beruhigung oder Anregung der inneren Organe und
Drüsen. Die Wirbelsäule
bleibt (oder wird wieder) elastisch und dadurch besser durchblutet. Da
über die
Wirbelsäule die gesamte nervliche Versorgung des
Körpers erfolgt, wird auch der
Energiefluss des Nervensystems verbessert. Wesentlich ist,
dass die Asanas
mit Achtsamkeit und Bewusstheit durchgeführt werden.
Durch die Koordination
von Atem und Bewegung kann das vegetative Nervensystem
(=autonome/unwillkürliche NS, das die inneren Organe und
Drüsen steuert und
reguliert) auf Ruhe
schalten. Außerdem
lernen wir durch die Übungen, wie von selbst, eine tiefere und
damit
verbesserte Atmung. Der Körper und alle Zellen werden vermehrt
mit Sauerstoff
versorgt.
Yoga
bedient sich im Wesentlichen folgender Techniken:
- Körperstellungen (Asanas)
- Atemtechniken (Pranayamas)
- Konzentration und Sammlung (Meditation)
- Entspannung und Regeneration
Die
Yoga-Lehre umfasst darüber hinaus auch Aspekte der Ernährung, der moralisch-ethischen
Lebensweise und der positiven
Gedanken.
Yoga
beschränkt
sich nicht auf das Üben in den Yogakursen, sondern umfasst als
Konzept der
Achtsamkeit und Bewusstheit der eigenen Person sowie der Umwelt
gegenüber, auch
die alltäglichen Handlungen. So
verstanden ist Yoga eine Geisteshaltung bzw. Lebenseinstellung.
‚Der
Junge, der Alte, der Uralte, selbst der Kranke
und Gebrechliche kann durch ständige Übung
vollkommenen Yoga erreichen. Der
Erfolg wird dem zuteil, der seine Übungen ausführt.
Nicht durch bloßes Lesen
heiliger Texte erwirbt man Erfolg, nicht durch Tragen des Gewandes
eines Yogin
oder eines Mönches, ebenso wenig durch Reden über
Yoga. Unermüdliche Übung ist
das Geheimnis des Erfolges. Es gibt hierüber wahrhaft keinen
Zweifel.'
(aus der
Hatha-Yoga-Pradipika)